Inspiration

Dr. Schweikhardt, auteur, plasticien, chercheur en media, Vienne, août 2008

« Karin Loi a créé un monde poétique de l’image consacré librement à la déconstruction visuelle elle oscille de manière complexe entre les traces matérielles et leur évidente recomposition... Dans la série des monochromes, "l’extase matérielle" (J.M. Le Clezio) se suffit à elle-même... Un vent imagé de l’Antiquité et du Moyen-âge souffle comme un palimpseste dans son travail. Mais s’évadant des traditions iconographiques, elle découvre des espaces nouveaux et des associations pluri-sémantiques. »


Dr. Josef Schweikhardt, Autor, bildender Künstler, Medienforscher, Wien 2008

« Karin Loi, Absolventin der Kunstakademie Brüssel und Diplomsoziologin, hat eine poetische Bildwelt geschaffen, die sich auf eine sehr offene Weise der visuellen Dekonstruktion verschrieben hat; sie mäandriert höchst komplex zwischen optischen Erinnerungen und deren selbstverständlichen Neuzusammensetzungen. Auf den Leinwänden und Papieren entstehen in unterschiedlichen Formaten organische Kompositionen, die als Fata Mogana im Möglichen osziliieren und freie Assoziationen als grundlegende Gestaltungsmittel zur Anwendung bringen. So als ob sich das Material in Schüben und Brüchen aufzubauen gedenkt, verschieben sich in ihrer Arbeit räumliche Grenzen zwischen eruptiv Figuralem, zart Realem und einer lyrisch abstrahierenden Rätselhaftigkeit, die den Betrachter auffordert, die Bildvibrationen imaginativ fertigzustellen. Nur kunsthistorische Kryptogramme und Verweise geben gelegentlich spärliches Geleit.

Die "Extase materielle" (J.M. Le Clezio) muss für sich selbst stehen (etwa in den monochromen Serien). K.L. – tapfere Schwimmerin in der medialen Bilderflut – kann nicht nur als hintergründige Taucherin, sondern auch als magisch Fliegende begriffen werden; Windstösse der antiken und mittelalterlichen Bildgeschichte wehen als Palimpseste in ihren Werken; schwebende Mythologeme kämpfen wie im Delirium um ihre sehnsüchtige Wiedergeburt; überschriebene Historie und Alltagsgeschichte vernetzen sich zudem in gestische Märchen. Aus dem klassischen Fundus kompakter Bildtraditionen entlassen, öffnet die Künstlerin traumwandlerisch unentdeckte Räume, polysemantische Verschachtelungen.

Als "Kind des Planeten", ist K.L. deshalb auch ihr eignes freischwebendes Medium: Bilder wie Materie im Halbschlaf. Das "Prinzip Collage" scheint sich durch eine innovative Harmonie manifestiert zu haben: Fraktale Echo aus den Kunst- und Wunderkammern des Geistes. Stereotypien und metamorphorische Ikonen unseres Vorstellungskosmos tanzen daher als Farbspuren und taktile Bruchlinien in ihrer selbstgewählten Autonomie hinein – dort wo die Freiheit des lustvollen Gestaltens und Entdeckens noch bei sich bleibt und uns mit Überraschungen belohnt. »